- CombiStim XP® Indikationen
- Beckenbodenschwäche
Beckenbodensschwäche
Mindestens eine von vier Frauen leidet irgendwann im Leben an Blasenschwäche. Die Ursache liegt meist in einer zu schwachen Beckenbodenmuskulatur. Viele Frauen sind sich überdies ihres Beckenbodens nicht bewusst und können ihn nicht willentlich anspannen. Dabei hilft eine gesunde und richtig eingesetzte Beckenbodenmuskulatur nicht nur, ein ungewolltes Austreten von Harn oder Stuhl zu vermeiden, sondern kann sogar dazu beitragen, das Erleben des Geschlechtsaktes zu intensivieren.
- Blasenschwäche (Mischinkontinenz)
Blasenschwäche (Mischinkontinenz)
Als Mischinkontinenz bezeichnet man eine gemischte Form der Inkontinenz, die aus Dranginkontinenz und Stressinkontinenz besteht. Die Patienten verlieren Urin beim Husten, Niesen, Lachen , verspüren aber auf der anderen Seite auch einen so starken Harndrang, der sie zwingt so schnell die Toilette aufzusuchen, damit kein Urin verloren geht. Von Mischinkontinenzen sind vor allem Frauen betroffen. 29% der Harninkontinenz bei Frauen sind Mischinkontinenzen. Behandelt wird die Mischinkontinenz wie die separate Drang- oder Stressinkontinenz. Im Gegensatz zu den anderen Inkontinenzen ist die Diagnose und die Behandlung der Mischinkontinenz um einiges schwerer, da die Symptome stark variieren können. Behandelt wird mit Training der Beckenbodenmuskulatur und medikamentös.
- Blasenschwäche (überaktive Blase / Dranginkontinenz)
Blasenschwäche (überaktive Blase/Dranginkontinenz)
Die Dranginkontinenz zeichnet sich durch einen plötzlichen, nicht zu unterdrückenden Harndrang aus. Oftmals kann die Toilette nicht mehr rechtzeitig erreicht werden. Meist werden nur kleinste Mengen Urin abgegeben. Bei der Dranginkontinenz handelt es sich um eine motorische oder sensorische Störung, die zu einer Überaktivität der Blase führt.
- Blasenschwäche
(Belastungs-/Stressinkontinenz)Blasenschwäche (Belastungs-/Stressinkontinenz)
Bei der Stressinkontinenz wird Urin bei Husten, Niesen oder Lachen verloren. Auch abrupte Körperbewegungen, wie plötzliches Aufstehen oder Hinsetzen kann zu unwillkürlichen Urinabgängen führen. Ursache der Stressinkontinenz sind meistens häufige Spontangeburten, die zu Dehnungen der für den Blasenverschluss notwendigen Muskeln und des Beckenbodens führen. Frauen sind wesentlich häufiger betroffen als Männer. Bei leichten Formen der Stressinkontinenz können meistens konservative Therapien angewandt werden, während bei schweren Formen operative Methoden durchgeführt werden müssen. Operativ kann minimal invasiv ein Band um den Bereich des Blasenausgangs gelegt werden, um so den Blasenverschluss zu gewährleisten. Bei sehr schweren Fällen kann ein künstlicher Blasenmuskel an den Blasenausgang implantiert werden, der mittels Pumpe von außen aufgepumpt werden kann.
- Stuhlinkontinenz
Stuhlinkontinenz
Als Stuhlinkontinenz bezeichnet man die Unfähigkeit den Stuhlgang ganz oder teilweise zu halten und dieser in unkontrollierter Weise ausgeschieden wird. Gründe sind in den allermeisten Fällen Erkrankungen, die zu einem Durchfall führen (z.B. Clostridien Infektionen). Dünne Stühle sind generell schwerer zu halten als normale Stuhlgänge. In einigen Fällen sind die eine Stuhlinkontinenz verursachenden Erkrankungen neurologisch bedingt, d.h durch Insuffizienzen des Schließmuskels, die entweder muskuläre oder neurologische Ursachen haben, können ebenfalls zur Stuhlinkontinenz führen. Neurologische Ursachen kommen sehr häufig nach Bestrahlungen vor (z.B. nach Krebserkrankungen) oder nach Teilentfernungen des Enddarms. Alle Darmoperationen müssen behutsam durchgeführt werden, da Verletzungen der Nerven oder des Schließmuskels zu einer Stuhlinkontinenz führen können.
- Zustand nach Prostataoperation
Zustand nach Prostataoperation
Prostataoperationen stellen häufige Eingriffe in der Urologie dar. Sowohl bei den sogenannten benignen Prostata-Hyperplasien (eine gutartige Vergrößerung der Prostata) als auch beim Prostata Karzinom werden Teile der Prostata oder das gesamte Organ entfernt. Die Prostata umschließt die Harnröhre und trägt in nicht unerheblichem Maße zum Blasenverschluss und zur Kontinenz bei. Wird die Prostata entfernt, müssen die Harnröhre und der Schließmuskel der Blase die schließende Aufgabe der Prostata übernehmen. Dies führt nach fast jeder Prostataoperation zu einer partiellen Urininkontinenz. Je jünger und sportlicher die Patienten sind, desto kürzer hält diese Urininkontinenz an. Spezielle Übungen können helfen, die Kontinenz schneller wieder herzustellen. Neben der Urininkontinenz kann auch eine partielle oder komplette Impotenz resultieren (je nachdem, wie viel nervliches Gewebe mit der Prostata entfernt wurde). Des Weiteren können nach einer Prostataoperation Blutungen und Infektionen auftreten. In seltenen Fällen kann eine erneute Operation notwendig werden (Revisions-Op). Weitere Informationen finden Sie unter Prostata
CombiStim XP® gegen Inkontinenz
elektrische Muskelstimulation und Biofeedback gegen Blasenschwäche und Inkontinenz
CombiStim XP® ist ein wirkungsvolles Hilfsmittel zur Behandlung von Inkontinenz und Blasenschwäche. Das Gerät vereint elektrische Muskelstimulation (EMS) und EMG-Biofeedback sinnvoll in einem Gerät. Dadurch kann es für verschiedene Arten von Inkontinenz und Blasenschwäche eingesetzt werden, auch angepasst an den Therapiefortschritt des Anwenders.
7 Programme gegen Inkontinenz
Der Therapeut hat die Möglichkeit, aus sieben Programmen das für die Inkontinenz-Indikation des Patienten passende auszuwählen. Das Gerät bietet vier elektrische Muskelstimulationsprogramme (EMS), ein reines Biofeedbackprogramm und zwei Kombinationsprogramme, darunter ETS (EMG Triggered Stimulation). Diese Anwendung vermittelt ein elektronisches Feedback über willkürlich ausgeführte Muskelkontraktionen des Beckenbodens und unterstützt diese, nach Erreichen eines vorgegebenen Zielwerts, durch elektrische Muskelstimulation.
Rückmeldung über Therapiefortschritt bei Inkontinenz
Der Patient folgt einfach den Anweisungen des animierten Displays, wird damit durch die Inkontinenz Therapie geleitet und erhält über akustische und visuelle Signale eine Rückmeldung über die eigene Muskelaktivität.
Mit CombiStim XP® wird die Rehabilitation der Beckenbodenmuskulatur aktiv gefördert, die bewusste Kontrolle und willkürliche Anspannung deutlich verbessert.
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